Aus der Vereinsgeschichte 

1930 bis 1987 Ältester Tennisclub der Stadt Steyr

Als im Jahre 1930 der Steyrer Allgemeine Turnverein entlang der Fachschulstraße sein Areal erwarb, haben sich damals einige beherzte Mitglieder des Turnvereines, darunter Maria Landsiedl, Kaffeehausbesitzerin, Lea Hofer, Kaufmannsgattin, Josef Sommerhuber, Fabrikant und der Rechstsanwalt Dr. Hans Schmölzer zusammengeschlossen und mit dem Bau von zwei Tennisplätzen, zum großen Teil in Selbstarbeit im Norden des Areals begonnen. Gleichzeitig wurde die Sektion Tennis im Turnverein gegründet, der sich zahlreiche Mitglieder anschlossen. Auf diese Weise war 1930 der erste Steyrer Tennisclub gegründet.

Leider wurde 1938 die gesamte Anlage dem Reichsbund für Leibesübungen einverleibt. Durch die damals herrschenden Kriegsverhältnisse konnte der Tennissport nur spärlich aufrechterhalten werden. Als dann 1944 eine Bombe zwischen dem 1. Und 2. Platz einschlug, war es vorerst mit dem geliebten Tennissport in Steyr vorbei.

Gleich nach dem Kriegsende gingen einige Mitglieder, darunter Dkfm. Rudolf Rossum daran, den Bombenkrater einzuebnen und den Spielbetrieb provisorisch wieder aufzunehmen. Nach erfolgter Enteignung des Areals bekam der ATSV Steyr, der eine Tennissektion gründete, die Plätze zugesprochen, die auch von der Gemeinde Steyr in der Folge verwaltet wurden.

1948 wurde nun ein dritter Tennisplatz zu den bestehenden Plätzen dazu gebaut. 1950 erfolgte die Rückgabe des gesamten Areals mit seinen Einrichtungen an den Allgemeinen Turnverein, allerdings mit der Auflage, dass die gegründete Tennissektion des ATSV Steyr solange auf den 3 Plätzen die Spielberechtigung behält, bis sie ihre geplante Tennisanlage auf der Rennbahn fertiggestellt hat. Das Interesse für den Tennissport in Steyr wurde Jahr für Jahr größer und die Mitgliederzahl stieg rasch an. So entschloss man sich unter der Leitung des damaligen Sektionsleiters Dkfm. Rossum 1956 einen vierten Tennisplatz zu errichten. Damit war die Möglichkeit gegeben, erstmals auch die Steyrer Tennis-Stadtmeisterschaften zu veranstalten, die dann bis 1959 auf den Plätzen des ATV Steyr alljährlich abgehalten wurden.

1959 übersiedelte schließlich die Tennissektion des ATSV Steyr auf ihre neuerrichtete Anlage auf der Rennbahn. Nun war die Tennissektion des Allgemeinen Turnvereines an der Reihe, ihr eigenes Vereinsleben wieder zu gestalten. Unter der Leitung von Franz Hilber, dem damaligen Sektionsleiter, konnte 1960 von den Ennskraftwerken eine alte Bauhütte, die beim Bau des Kraftwerkes Großraming verwendet wurde, kostenlos erworben werden. Allerdings mussten die Mitglieder für den Transport der Bauhütte nach Steyr 10.000 Schilling (dies war damals eine gewaltige Summe) selbst aufbringen. Für die kostenlose Überlassung dieser Bauhütte durften die tennisbegeisterten Angehörigen des Ennskraftwerkes die Anlage der Tennissektion des ATV Steyr benützen bis auch sie ihre eigene Tennisanlage in Mühlrading fertiggestellt hatten. Wiederum galt es Hand anzulegen, um ein schönes Clubhaus zu erhalten. Viele freiwillige Arbeitsstunden wurden von Mitgliedern aufgewendet bis das Clubhaus fertig war.

Die Mitglieder nahmen von Jahr zu Jahr durch die Popularität des Tennissportes gewaltig zu, sodass die Anlage bald zu klein wurde. Unter dem damaligen Obmann Dr. Heinz Pohlhammer entschloss man sich 1973 mit einem Kostenaufwand von einer Viertelmillion Schilling einen fünften Tennisplatz zu errichten und die Tennisanlage gärtnerisch auszugestalten.

Inzwischen war die Mitgliederzahl auf die Höchstmarke von 173 Mitgliedern (davon fast 45% Jugendliche und Studenten) angewachsen. In der Folge nahmen zwei Herrenmannschaften, zwei Seniorenmannschaften und eine Damenmannschaft am Meisterschaftsbetrieb des OÖ. Tennisverbandes teil. Auch Stadtmeisterschaften wurden vom Club ausgetragen.

1979 wurden unter Obmann Ing. Manfred Auer die Tennisplätze erneuert und Begrenzungssteine verlegt. Drei Tennisplätze erhielten einen Neuen Zaun. Insgesamt mussten für diese Arbeiten nahezu eine Million Schilling aufgewendet werden. Viel freiwillige Arbeitsstunden und Spenden der Mitglieder wurden zur Verschönerung der Anlage geleistet.

1982 übernahm Thomas Braunsberger die Obmannstelle der Tennissektion. In den folgenden Jahren wurde das Clubhaus zu einem Schmuckkästchen ausgestattet, der Clubraum neugestaltet, die sanitären Anlagen erneuert und die Umkleidekabinen verschönert.

Da die Tennissektion keinerlei Unterstützung durch den Hauptverein erhielt, entschloss man sich aus finanziellen Gründen 1984 vom Hauptverein loszulösen und einen eigenen Zweigverein unter dem Namen ALLGEMEINER TURNVEREIN STEYR-TENNIS zu gründen.

Zu Beginn des Jahres 1986 beschloss der Hauptverein ATV Steyr in Anbetracht seiner finanziellen Notlage (Schulden in Folge der Errichtung einer neuen Turnhalle), ohne den Tennisclub zu verständigen, dessen Areal im Ausmaß von 5000 m² an eine Linzer Wohnbaugenossenschaft für die Errichtung von Eigentums-Reihenhäusern zu veräußern und gleichzeitig beim Magistrat Steyr um Umwidmung unserer schönen Tennisanlage in ein Bauland anzusuchen, der auch stattgegeben wurde. Die Tennissektion wurde aufgefordert, ihre Anlage bis Ende 1987 zu räumen.

Somit stand der Tennisclub ATV Steyr–Tennis plötzlich über Nacht ohne seiner traditionellen Tennisanlage da. Sollte der Tennisbetrieb für die vier Mannschaften aufrechterhalten werden, musste man sich sogleich um ein passendes Grundstück für eine neue Tennisanlage umsehen. Dieses rund 5000 m² große Areal konnte schließlich im Ortsgebiet Gleink-Niederhausleithen gefunden werden. Mit einem Grundkapital von 950.000 Schilling als dürftige Ablöse vom Hauptverein für getätigte Investitionen die viele Millionen erreichten, wurde nun mit der Planung einer neuen Tennisanlage mit einem Clubhaus und fünf Tennisplätzen begonnen.

In einer denkwürdigen außerordentlichen Hauptversammlung am 15.09.1987 im Gasthof Mayr in St. Ulrich wurde der Beschluss der Auflösung des Tennisclubs ATV Steyr–Tennis und gleichzeitig die Gründung des neuen Tennisclub „Grün-Weiß Steyr“ einstimmig beschlossen. Als Dachverband schloss man sich (wie bisher) dem ALLGEMEINEN SPORTVERBAND OBERÖSTERREICH wieder an.

Innerhalb von fünf Monaten wurde eine herrliche Tennisanlage auf der fünf Tennisplätze terrassenförmig angelegt sind und ein modernes Clubhaus errichtet. Die Mitglieder trugen durch zahlreiche freiwillige Arbeitsstunden und Spenden wesentlich dazu bei, dass die Kosten im Rahmen blieben. Allerdings muss erwähnt werden, dass durch die Gesamtkosten der Anlage in der Höhe von rund 4 Millionen Schilling dem Club trotzdem noch eine bedeutende Schuldensumme anlastete, die in den folgenden Jahren zurückbezahlt werden musste.

Erfreulich die Tatsache, dass aus den oben aufgezeigten Umständen plötzlich aus dem ältesten Steyrer Tennisclub der jüngste Tennisclub der Stadt Steyr wurde. 1988 bis dato Jüngster Tennisclub der Stadt Steyr

Obmänner

1988-1991
Thomas Braunsberger

1991-1997
Ing. Michael Voggeneder

1997-2001
Sepp Schmekal

2001-2015
D.I. Hermann Lindner

2015-2018
Thomas Braunsberger

Wichtige sportliche Erfolge

1993
U9 Mannschaft wird OÖ-Vize-Landesmeister (Finalspiele beim TTZ Altmünster)
(mit Bachlechner Hannes, Kurzböck Christian und Lindner Alexander)

1994
U10 Mannschaft wird OÖ-Vize-Landesmeister (Finalspiele Tennisanlage SV Garsten)
(mit Bachlechner Hannes, Kurzböck Christian und Lindner Alexander)

1997
U10 Mannschaft wird OÖ-Landesmeister !!! (Finalspiele Tennisanlage GW Steyr)
(mit Christoph Libisch, Tobias Lindner, Christian Heindl, Mario Seylehner)

2002
alle 3 Mannschaften von Grün-Weiß werden in den jeweiligen Klassen Meister
Herrenmannschaft, 45+ und 60+

2012
Aufstieg der Herrenmannschaft in die OÖ Landesliga mit 6 Eigenbauspielern

2013
Tobias Lindner wird Steyrer Stadtmeister in der allgemeinen Klasse (bei Bewegung Steyr)

Umbaumaßnahmen

2013
Umbau der Sanitäreinrichtungen und Umkleidekabinen um 43.000 Euro